Mein Bezug zum Geld

Eine Geschichte in 3 Kapiteln.

Meine Basis: Ein einfaches Leben.

Ich bin in sehr einfachen Verhältnissen auf dem Hof meiner Großmutter aufgewachsen. Dort haben wir mit Kraft und körperlichem Einsatz produziert, was wir zum Leben brauchten.
Ich lernte die Dinge anzupacken, die die Natur gerade vorgab. Die Arbeit unserer Hände hat uns erhalten. Genau das hat alle Erzeugnisse und unsere Tiere so wertvoll für uns gemacht.
Als junge Frau wollte ich mich selbst gut versorgen können und entschied mich für eine Lehre zur Köchin. Das wollte ich ursprünglich gar nicht werden, aber wie schon am Hof meiner Großmutter ließ ich mich ganz auf meine Tätigkeit ein und lernte zu lieben, was ich tat. Diese Liebe zu meinem Tun zählt bis heute zu meinen größten Stärken.
Angelika Fassl
Angelika Fassl

Lerne zu lieben, was du tust!



Meine Suche: Großes Geld, große Leere

1991 gründete ich mit meinem Mann unser Familienunternehmen, das wir zu einem erfolgreichen Installationsunternehmen mit heute ca. 15 Mitarbeitern aufbauten.
Mit der Entfaltung des Unternehmens kam eine ernüchternde Feststellung: Ich hatte keinen Bezug zum Geld entwickelt! Jetzt, wo ich alle finanziellen Möglichkeiten hatte, empfand ich Leere, wo Fülle hätte sein sollen.
Zuerst sparte ich, denn das war meine bisherige Strategie gewesen. So konnten mein Mann und ich uns einige wichtige Dinge aufbauen. Doch je größer die Anschaffungen, desto größer wurde auch die Leere. "Was soll's!", dachte ich, und begann, das Geld einfach auszugeben. Ich führte ein Leben in großem Luxus. Ich kaufte nicht was ich brauchte, sondern was ich gerade wollte. Mein Selbstwert war auf jene Dinge aufgebaut.
Letztendlich war es die Sehnsucht nach meinem Selbstwert, die mich aus meinen Begrenzungen heraus in ein nachhaltiges Leben geführt hat. Ich begann, bisherige Sicherheiten in Frage zu stellen und mich dem Thema Geld und Selbstliebe anzunähern.

Wirkliche Sicherheit ist Freiheit von Selbstsabotage.



Mein Ankommen: Fülle & Einfachheit

Nach meiner Scheidung 2001 entschied ich mich ganz bewusst gegen Geld und andere Vorteile und zog mit meinen Töchtern in unser bisheriges Wochenendhaus.
Ich wusste, jetzt war die Zeit, zu meinem Kern zurückzukehren. Diese Umstellung war ein großer Schritt für mich, in dem ich mit neuen Geld-Mustern experimentieren musste. Ich entwickelte ein neues Gefühl der Selbstachtung auch im Umgang mit Geld. Ich bin eine Meisterin darin geworden, die bestehenden Mittel so zu optimieren, das sich die Lebensqualität erhöht!
Heute genieße ich es, mir nichts mehr zwanghaft kaufen zu müssen, sondern zu haben, was ich wirklich brauche. Geld ist ein Weg, mich mit dem zu verbinden, was nachhaltigen Wert für mich besitzt, mich mit Freude erfüllt und zur Symbiose mit allem beiträgt.
Das ist für mich die Fülle der Einfachheit, bei der es um die Verbindung zu meinem Kern und meinen Wurzeln geht.

Selbstwirksamkeit ist 100%ige Verantwortung für mein Denken, Handeln & Fühlen.